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Mein Praktikumsbericht in Kauno Kolegija und Kauno Klinikos in Kaunas, Litauen

Mein vierwöchiges ERASMUS+ Praktikum im September absolvierte ich an der Kauno Klinikos, die Uniklinik in Kaunas. Ich war auf der zweiten pädiatrischen Station mit den Fachdisziplinen Onkologie, Hämatologie, Kardiologie, Rheumatologie und Gastroenterologie eingesetzt. Da ich als Austausch-Studentin vom Kauno Kolegija an der Uniklinik eingesetzt wurde, hatte ich sowohl eine Mentorin an der Uni als auch in der Klinik.

Am Tag meiner Ankunft wurde ich von meiner Uni-Mentorin in das Studentenwohnheim gebracht, in dem die ERASMUS+-Studenten wohnen. Mein Wohnheimzimmer habe ich in der letzten Woche mit einer anderen ERASMUS+ -Praktikantin aus Hamburg geteilt.
Meine erste Woche war die Kennenlern-Woche an der Uni, ich konnte andere ERASMUS+-Studenten, die in anderen Wohnheimen lebten, kennenlernen und mich mit ihnen austauschen.
Ich konnte an Aktivitäten teilnehmen, die ERASMUS+-Teilnehmern angeboten wurden. So hatte ich unter anderem die Möglichkeit an einer Tagesreise in die Hauptstadt Wilna teilzunehmen – definitiv eine schöne Stadt mit vielen historischen Denkmälern.

Weitere Aktivitäten waren zudem eine Küstenreise (Sea-Side-Trip) an die Ostsee, die Grundregeln der litauischen Sprache zu lernen, typisch litauisch zu essen und vieles mehr. In meinem Wohnheim gab es eine große Küche, in der wir abends gemeinsam gekocht und gegessen haben. Dabei hat jeder ein traditionelles Essen zubereitet. Man konnte vieles zusammen erleben, wie zum Beispiel durch die schöne Altstadt spazieren gehen, sich in der Stadt etwas Leckeres zu essen holen oder an Aktivitäten, die von der Uni angeboten wurden, teilnehmen.

Das Universitätskrankenhaus Kaunas der litauischen Universität besitzt 38 klinische Abteilungen mit 2300 Krankenhausbetten, 2 Notaufnahmen, 9 Intensivstationen und Anästhesiologie, 19 Koordinierungszentren für das Management seltener Krankheiten und vieles mehr.
Es ist eine große Klinik auf einer 36 Hektar Fläche mit einem im Keller verlaufenden Tunnel von einer Gesamtlänge von 4,5km. Durch diesen Tunnel kann man von einer Klinik zur nächsten gehen.

Ich sollte um 9 Uhr an meinem ersten Tag in der Klinik auf Station erscheinen. Ich wurde dem Team vorgestellt. Daraufhin sollte ich meine Mentorin über den Tag hinaus begleiten. Ich wurde auch den Kindern und Eltern vorgestellt; die Kinder, die die Schule besuchen, konnten mich verstehen und sich mit mir auf Englisch unterhalten.

Meine Mentorin hat auf der onkologischen und hämatologischen Seite der Abteilung gearbeitet.
Momentan mischen die Pflegekräfte die Chemotherapien hier noch selbstständig. Das tun sie unter einem Abzug mit Schutzmaterialien. In Zukunft soll sich dies dahingehend verändern, dass das Mischen von der Apotheke der Klinik übernommen werden soll.

Bei einer Lumbalpunktion unter Vollnarkose und einer Knochenmarktpunktion an der Tibia eines 11 Monate alten Babys durfte ich mit assistieren. Der durchführende Arzt erklärte mir die Schritte, die durchgenommen wurden. Viele Kinder hatten einen Port-Zugang über die sie ihre Chemotherapie erhalten haben. Nach der Punktion der Port-Membran haben sie sich über die kleinen Geschenke gefreut, die sie nach jeder unangenehmen Tätigkeit erhalten haben. Durch Ablenkung und Belohnungs-Geschenke konnte man die Kinder gut beruhigen. Ich konnte mich schnell an die Abläufe der Station gewöhnen, mich gut in das Team einbringen und einen Zugang zu den Kindern finden.

Ich habe meine Zeit in Litauen sehr genossen und lege jedem ans Herz am ERASMUS+ -Programm teilzunehmen. In meiner Zeit in Litauen durfte ich Menschen aus China, Belgien, Indien, Simbabwe, Portugal, Spanien und vielen weiteren Ländern kennenlernen. Auch nach Abschluss meines Praktikums habe ich die Möglichkeit mit ihnen im Kontakt zu bleiben.
Die Vorstellung alleine in eine fremde Stadt zu reisen und dort für einen längeren Zeitraum zu leben, erweckt in mir keine Angst mehr. Vielmehr erkenne ich nun insbesondere die Möglichkeiten, die eine unbekannte Umgebung bietet.

Anmerkung der Redaktion: Das Erasmus+-Programm wird von der Europäischen Union gefördert und für Deutschland durch die Medizinische Hochschule Hannover koordiniert. Hier erhalten die Schüler*innen Unterstützung von Frau Bledsoe und ihren Kolleg*innen, wenn sie bei der selbstständigen Organisation ihres Auslandsaufenthaltes nicht weiterkommen. 

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